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Thomas Mann à propos de l'autodafé de 1933

Dix ans après l'autodafé de livres d'auteurs allemands organisé par les nazis sur la Opernplatz (actuellement Bebelplatz) en 1933, Thomas Mann l'évoque ainsi dans l'une de ses émissions à la BBC, le 25 mai 1943 :

auf dem Scheiterhaufen qualmte die Weltliteratur, – ein wüster, trauriger und ungeheuer ominöser Jux, den übrigens viele daran beteiligte junge Leute sich guter Dinge zunutze machten, um von den Büchern, die sie heranschleppten, möglichst viele zu mausen und so auf billige Art zu förderlicher Lektüre zu kommen.

Es ist merkwürdig genug, daß unter allen Schandtaten des Nationalsozialismus, die sich in langer, blutiger Kette daranreihten, diese blödsinnige Feierlichkeit der Welt am meisten Eindruck gemacht hat und wahrscheinlich am allerlängsten im Gedächtnis der Menschen fortleben wird. Das Hitlerregime ist das Regime der Bücherverbrennungen und wird es bleiben. Der Choc für das europäische Kulturgewissen war heftig und wirkt unaufhörlich nach, – während in Deutschland dieser Akt nationalistischer Betrunkenheit wohl schon so gut wie aus der Erinnerung verdrängt ist.

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